Lupo 3L Fahrzeughistorie

Wirtschaftlichkeit / Fahrzeughistorie

 

Wenn ich auf dieser Homepage etwas von einem Lupo 3L publiziere, dann ist das Thema Wirtschaftlichkeit, bzw. die Kosten rund um dieses Auto wohl das Thema, das für die Meisten am interessantesten ist.

 

Was bin ich schon verspottet worden! "Als wenn das Auto billiger ist wie andere", oder " Bringt nichts, das Auto ist in der Anschaffung viel zu teuer", usw. Auch die Fachpresse war damals geteilter Meinung. Das Auto ist innovativ, aber Wirtschaftlich?

Ist mein Auto nun günstig oder nicht? Wer sich diese Frage stellt, und das genau wissen möchte, muss sich schon etwas mehr Mühe machen. Nur der Kraftstoff ist es ja nicht. Neben Verschleiß wie z.B. Reifen, Bremsen kommen Inspektionen, Ersatzteile, Versicherung und Steuern hinzu. Was dann noch gerne nicht bedacht wird, ist der Wertverlust eines Fahrzeugs. Das alles muss konsequent und kontinuierlich nachgehalten werden. Einen Schlussstrich unter diese Rechnung kann man erst machen, wenn dieses Fahrzeug seinen Besitzer wechselt, oder verschrottet wird.
Für meinen kleinen Wolf ( Wolf, wissenschaftlich Canis lupus lupus ) habe ich mir diese Mühe gemacht. Der Schlussstrich fehlt zwar (zum Glück) noch, aber ich habe den Kaufpreis und einen realen Verkaufspreis, sowie alle Kosten die für dieses Fahrzeug bis jetzt ausgegeben werden mussten mit den Kilometern verrechnet.

Update 2006:
Leider hatte ich im Sommer 2006 einen Getriebeschaden. Das ist bitter, kostete die Instandsetzung (Austauschgetriebe) 2065,-€. Ein Kostenfaktor, der sich nicht verbergen lässt.

Update 2007:
Positiv für das Jahr 2007: Mein Lupo hatte keinen Wertverlust. Im Zuge der hohen Treibstoffpreise ist der 3L nun gefragt wie nie zu vor.
Es gab keine großen Mängel.
HU und AU waren kein Problem.

Update 2008:
Mit dem Stand vom 20.12.2008 und bis dato gefahrenen, abzurechnenden 150.678 km ( Tachostand: 163.600km) kostet mein Lupo 3L: 0,17 €/km
Das ist kein schlechter Wert!
Im Jahr 2008 gab es bei 21.000 gefahrenen Kilometern keine größeren Schäden. Radlager vorne rechts und Bremsen hinten mussten erneuert werden. Bei über 150.000 km ein normaler Verschleiß.
2008 habe ich einen Ölwechsel durchgeführt. Nach 57.000km Laufleistung wollte ich nicht länger warten. Das Öl sah immer noch sehr gut aus! Der Top-Ölfilter scheint gut zu funktionieren.

Durch die hohen Kraftstoffpreise im Sommer 2008 (auch das Pflanzenöl ist deutlich teurer geworden) erhöhte sich der Kostenanteil des Kraftstoffs von 4,06 Cent auf fast 4,72 Cent pro km.

Update 2009:
Stand vom 23.12.2009: Abzurechnen sind bis jetzt 167.990 km ( Tachostand: 180.912km).

Mein Lupo 3L kostet weiterhin 0,17 €/km

Auch in 2009 gab es keine größeren Mängel.
Allgemeiner Verschleiß bleibt natürlich auch beim Lupo nicht aus. So wurden folgende Reparaturen notwendig:
- Die Batterie stellte nach 9 Jahren ihr Dienst ein.
- Der Blinklichtschalter rauchte ab.
- Die Motorsteuerung verlangte nach neuen Temperaturgebern
- Ölfilter mussten gewechselt werden
- Bremsbeläge vorne und Bremsflüssigkeit wurden erneuert
- Zahnriemen, Wasserpumpe und Spannrolle wurden nach Service-Interwall erneuert
- HU / AU

Bei der HU gab es einen Lob vom Prüfer :-).
Die AU glänzte mit extrem niedrigen Abgaswerten.
Für den Winter benötige ich zwei neue Reifen.

Wegen des hohen Preises für Pflanzenöl und aus Zeitmangel habe ich dieses Jahr fast gänzlich auf das Fahren mit Pöl verzichtet. Mal sehen was das Jahr 2010 diesbezüglich bringt.

Die Krise und die damit verbundenen Preisverluste bei gebrauchten Fahrzeugen haben auch beim 3L zu einem größeren Wertverlust geführt. Ich habe gehört, dass es 3L-Besitzer gab, die ihren Lupo mit Umweltprämie und Sonderprämien der Automobilhersteller verschrottet haben. Ein schrecklicher Gedanke! Hier wurde dann mit der Umweltprämie ein neues Auto, mit schlechteren Abgaswerten vom Staat finanziert. Ist schon ein wenig absurd, oder?

Update 2010:
Stand vom 23.12.2010: Abzurechnen sind bis jetzt 185.866 km ( Tachostand: 198.788km).

Die Betriebskosten für meinen Lupo 3L bleiben unverändert bei 0,17 €/km

Der Wertverlust meines Lupos war 2010 wieder stabil und auch das Pflanzenöl war wieder erschwinglich.

Im warmen Sommer 2010 blieb mein Lupo 2x an einer Ampel stehen. Der Motor sprang erst nach ein paar Minuten wieder an, fuhr dann aber wie gewohnt weiter.
Bei Autobahnfahrten war ein merklicher Leistungsverlust zu spüren. Ein neuer Kraftstofffilter brachte Abhilfe.
Im Oktober hatte ich wieder die Startproblem wie im Sommer. Der Fehlerspeicher zeigte sporadische Fehler an den Drehzahlsensoren von Nockenwelle und Kurbelwelle, sowie ein Fehler im Stromkreis der Einspritzdüsen. Die Reparatur habe ich aus Zeitgründen aufgeteilt, zumal mein Lupo nach dem Tausch des Nockenwellensensors und eines neuen Kabelbaums an den Einspritzdüsen wieder einwandfrei lief.
2 Wochen vor Weihnachten wurde das Starten des Motors dann von Tag zu Tag schwieriger, bis schließlich am 24.12.2010 der Motor fast nicht mehr anspringen wollte. So endet 2010 mit einem nicht fahrbereiten Lupo in der Garage.

2011 werde ich die 200.000 km Marke überfahren. Langsam wird es interessant, was der Lupo noch so alles drauf hat.

Update 2011:

06.01.2011:
Der Tausch des Kurbelwellendrehzahlsensors hat leider die Startprobleme nicht gelöst. Da es sich nun offenbar um einen Fehler in der Elektronik handelt, bin ich auf die Hilfe eines Fachmanns angewiesen.

Am 17.01.2011 wurde der Lupo in einer Fachwerkstatt repariert. Ursächlich für die Fehlermeldungen und die Startprobleme war ein durchgescheuerter Kabelbaum vorne im Motorraum. An der Stelle, wo die Kabel aus dem Schutzrohr kommen sind diese am Schutzrohr blankgerieben. Fehlerströme und Kurzschlüsse waren wohl die Folge. Einmal in der Werkstatt, wurde die Mechanik des Gangverstellers überholt und eine Getriebegrundeinstellung vorgenommen.

2011 gab es keine weitern Schäden zu vermerken.

Am 07.02.2011 hat der Lupo 200.00 km auf dem Tacho.

Update 2012:

Im Juni kündigte sich schleichend ein Problem beim Schalten an. Die Gänge wurden teilweise recht ruppig eingelegt. Zu guter letzt spran der Wagen eines Tages nicht mehr an. Wackeln am Kupplungsseil brachte kurzfristig Erfolg. In der Werkstatt (Fleischhauer, Aachen) wurde eine Getriebegrundeinstellung durchgeführt.
Nach 400 km traten die Probleme erneut auf. Auf der Autobahn schließlich blieb der Wagen stehen, weil sich keine Gänge mehr schalten ließen. Tachostand: 225.188 km. Der Kupplungsausdrückhebel ist abgeschert. Das erklärt die Ausfälle der letzten Wochen.

Also den Lupo wieder nach Aachen zur Werkstatt meines Vertrauens transportiert. Dort wurde der Hebel ersetzt, und bei dieser Gelegenheit gleich die Kupplung und das Ausrücklager erneuert. Einmal aufgebockt, habe ich die Querlenker und die Achskoppelstangen erneuert. Der Lupo fuhr die letzten Wochen bei schneller fahrt etwas schwammig. Beim Ausbau konnte man erkennen, das die Gummilager nach 225.000 km doch ziemlich ausgeschlagen waren. Kosten für alles (Werkstatt, Ersatzteile, Achsvermessung, Zugfahrkarten, …): 2.110,02 €

Update 2013

Ein Jahr ohne Pannen und Ausfälle. Die deutlich besseren Fahreigenschaften durch den Austausch der Querlenker in 2012 habe ich nochmals verbessern können. Im Januar bei 231.664 km habe ich neue Stoßdämpfer montiert. Das Fahrverhalten ist wie neu. Da es die vorderen Stoßdämpfer nur bei VW gibt, sind die Kosten, trotz Selbstmontage, recht hoch: 850,- €

Die lärmenden und rauschenden Alu-Trommelbremsen habe ich endlich durch Stahltrommeln aus dem Zubehör ersetzt. Nach über 235.000 km bremst der Wagen nun endlich leise und gleichmäßig auch an der Hinterachse. Preis 169 € für Trommeln, Beläge und Kleinteile. Die Alubremsen von VW hätten 480 € gekostet!

Update 2014

15. März 2014, 16:45 Uhr hat mein Lupo 250.000 km auf dem Tacho.

Seit der 250.000 km Marke läuft der Lupo auch für den Rest des Jahres 2014 ohne Probleme. In der Sommerzeit habe ich nochmals verstärk Pflanzenöl getankt. Zum Jahresende stand der Lupo aus gesundheitlichen Gründen für fast 2 Monate still, was die Jahreslaufleistung merklich reduzierte.

Update 2015

Ausgeruht nach der Pause Ende 2014 ging es ins neue Jahr. Was diese Webseite betrifft, habe ich mich entschlossen, die bis dato lückenlose Aufzeichnung aller Kosten für den Wagen ein zu stellen. Restwert, Reparaturkosten, Unfall… was auch immer kommen mag, über die Laufleistung gerechnet, wird sich der Preis / km nicht mehr ändern. Sollte was Größeres an Kosten benötigt werden, muss man über das Ende dieser innigen Beziehung nachdenken.
Nun der Lupo:
Er fährt und fährt und fährt. Vorweg: 2015 gab es keine nennenswerten Probleme.
September: HU / AU. Ohne Mängel bestanden.
November: 272.000 km Zahnriemen, Wasserpumpe, Spannrolle und alle Keilriemen.
Dezember: Es gibt ein bisschen Rost in der Kante/Anbindung des rechten vorderen Kotflügels zum rechten Seitenschweller. Mit Fertan behandelt, mit Rostgrundierung und mit Lack versiegelt hoffe ich den Rost stoppen zu können.
Im Sommer schaltete der Wagen mehrfach während der Fahrt in den Notlaufmodus. Ein nicht unbekanntes Problem: Die VTG-Verstellung des Turboladers ist extrem schwergängig. Auch die mehrfach angeordnete „VTG-Gymnastik“ (mehrfach manuelles betätigen der Verstellung) brachte keine dauerhafte Lösung. Neuer Turbo? Ich habe mich lange dagegen gewehrt… so auch dieses mal wieder. Nach Recherchen im Internet und dank meiner Offenheit für Neues, habe ich im Herbst zum Diesel Zweitaktöl zugemischt. Was soll ich sagen? Die besseren Schmiereigenschaften des Kraftstoffgemisch reduzieren die Laufgeräusche des Motors merklich (Pumpe-Düse-Einheiten) und der Turbolader ist wieder leichtgängig wie neu. Ein voller Erfolg!
Für alle Neugierigen: Ich habe mich entschieden ein Zweitaktöl für Schiffs-Außenbordmotoren zu verwenden. Diese haben ein besonders geringes Rußverhalten, da Außenbordmotoren durch die Kühlung mit dem stets kalten Wasser aus Fluss oder See sehr kalt laufen. Ich verwende ein Öl von FUCHS, TITAN MARINE TC-W 3. Mischungsverhältnis ca. 1:200.

Update 2016
Januar:

Die 275.000 km-Marke ist geknackt.

 

April:

Starker Kühlwasserverlust. Es sind keine offensichtlichen Undichtigkeiten

zu erkennen, auch qualmt das Fahrzeug nicht. Das Motoröl ist sauber und ohne braunen Schleim. Auffällig war nur, dass auf dem Kühlsystem ein extrem hoher Druck war. Nach Rücksprache mit der Werkstatt meines Vertrauens stand die Diagnose schnell fest: Die Zylinderkopfdichtung ist durch!

Sollte das das Ende meines Lupos sein?

Meistens ist auch der Zylinderkopf mit defekt. Die Reparaturkosten würden dann den Restwert

vermutlich übersteigen. "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt". Eine Reparatur auf eigenes Risiko, ohne Garantie, in der Wertstatt meines Vertrauens. Resultat: Nur die Kopfdichtung war defekt. Mit der Reparatur und dem Austausch aller Dichtungen (Auspuffkrümmer …) haben wir den Lupo für ca. 800,-€ wieder ans laufen gebracht.

Der Blick ins "Herz" des Fahrzeugs war unglaublich. Laufbuchsen, Nockenwellen und sonstige Hebel und Gleitteile sahen sehr gut aus. Es gibt kaum sichtbaren Verschleiß.

 

September:

Die Reparatur hat wohl funktioniert. Die 285.000 km sind überfahren worden. Kein Kühlwasservelust mehr. Auch der Turbolader läuft wie neu. Das 2-Taktöl hält ihn "geschmeidig".

2 neue Sommerreifen und 2 neuen Winterreifen mussten angeschafft werden.

Beide vorderen Radlager wurden erneuert, da sie laut waren.

Nun hört man auch, dass es nicht mehr lange dauert, bis wohl auch die hinteren Radlager nach über 285.000 km langsam am Ende ihrer Laufzeit angekommen sind. Ein leichtes Summen zeigt einen bald erforderlichen Wechsel an.

Auch die hinteren Radlager wurden gewechselt. Zum Jahresende 2016 läuft der Lupo wieder wie geschmiert. Ich bin wieder mal begeistert!

 

Update 2017
April:

Die 295.000 km-Marke ist erreicht. Von jetzt auf gleich ein neuer Schock:

Der 3. Gang lässt sich nicht mehr einlegen.

Meine Hoffnung, es ist nur was am Schaltgestänge oder es fehlt gar nur eine Getriebegrundeinstellung wird leider nach genauer Durchsicht zerschlagen: Getriebeschaden lautet die Diagnose!

Wieder einmal unterstützt durch die gute Zusammenarbeit und die hervorragende Arbeit von VW Fleichhauer in Aachen (Vielen Dank an Herrn Otto und Herrn Schürmann) wurde ein Austauschgetriebe eingebaut.

Wieder stellt sich die Frage, ob die Kosten bezogen auf den Fahrzeugwert noch tragbar sind. Die Kosten beliefen sich auf 950€ für ein generalüberholtes Getriebe und 1100€ für den Einbau inkl. Ersatzteile, Wellendichtringe usw. bei Fleichhauer. Ich habe erneut entschieden, dass es für mich aktuell keine Alternative gibt.

 

Mai:

Die vorderen Bremsen wurden komplett überholt: Scheiben, Beläge, Gleitbuchsen der Bremssättel und die Sattelabstützung. Das ist normaler Verschleiß und mit gesamt ca. 120€ bei Selbstmontage kein großes Ding.

 

8. August:

Mein "treuer Geselle und Lasten-Esel" hat die 300.000 km-Marke erreicht!

 

Wie auf dem Display zu erkennen, liegt ein Servicetermin an. Ich denke neues Öl, neue Filter und ein gutes Wort hat er sich redlich verdient.

 

 

September:

Der Lupo ist mittlerweile fester Bestandteil meines Motorölgeschäfts. Mit ihm besuche ich Kunden, und liefere auch Waren aus. Zeit, ihm entsprechend zu gestalten.

Update 2018

März:

Das Fahrzeug hat nun 311.000km auf dem Tacho.

Auf der Autobahn unter Volllast ist die Motorsteuerung in den Notlauf-Modus gegangen.

Einige "Schweißperlen" später die Diagnose: Ein Schlauch der Ladeluftleitung ist geplatzt. Mit 61,45€ und einem geringen Montageaufwand geht die Fahrt des Lupos weiter.

Bei der Gelegenheit, in der Nähe des Turboladers tätig zu sein, habe ich festgestellt, dass sich die VTG-Mechanik weiterhin sehr leichtgängig bewegen lässt. Das ist auch an den Fahrleistungen zu merken, die seit der Verwendung von Zweitaktöl als Zusatz zum Dieselkraftstoff wieder bestens sind. Eine Aktivierung des Notlaufprogramms wegen des fehlenden Ladedrucks hat es seitdem nicht wieder gegeben.