Öl-Nebenstromfilter

Der Top Öl Filter von Neffgen

Meine Wahl fiel auf den Top Oel Filter der Fa. Neffgen GmbH aus Koblenz, da dieser preislich am günstigsten war. Dieser Filter gewinnt zwar keinen Design- Preis, aber in der Funktion steht er der Konkurrenz nicht nach.
Dass der Filter funktioniert, kann ich nach nun 230.000 gefahrenen Kilometern bestätigen. Der längste Ölwechselinterval war nach 58.000km Laufleistung. Die Ausführende Werkstatt fragte mich nach dem Grund des Ölwechsels, weil es wie "neu" ausgesehen hat. Mein Grund war der, dass ich denke, nach 3 Jahren kann man mal wieder einen Ölwechsel machen.

Bestellt wurde:
Motoröl Feinstfilter 10-60055 TO-05 149,65€
Einbausatz S05001 E 05/1 56,85€
Filterelement 12-60050 TO-05 EN 11,60€
Zuzüglich Versand beliefen sich die Kosten auf ca. 208,00€

Im Filter befindet sich bereits einen Filtereinsatz. Das zusätzliche Filterelement war also schon für den 1. Filterwechsel bestimmt.

Der Einbausatz enthält alle notwendigen Teile wie Halter, Schläuche, Dichtungen und Verschraubungen. Der Vorlauf des Filters ist über den Öldruckschalter geplant, der Rücklauf kann über die Ölablaßschraube oder über eine zusätzliche Verschraubung im Ventildeckel realisiert werden. Ich plante den Rücklauf über die Ölablaßschraube.
Der Mitgelieferte Haltebügel war nicht nach meinem Geschmack. Ich habe diesen neu gebaut. Die Klemmbügel für den Filter habe ich verwendet.

Wichtig finde ich noch zu erwähnen:

- dass ich trotz professioneller Hilfe und einer Hebebühne, welche ein bequemes Arbeiten erlaubt, vier Stunden an dem Einbau gearbeitet habe. Also bitte genug Zeit mitbringen. Der Einbau ist nicht schwer, aber doch aufwendig.

- der Filter keinen Einfluss auf das Fahren mit Salatöl hat. Die Problematik, dass das Motoröl im Betrieb mit Pöl polymerisiert, kann der Filter nicht verhindern.

Der Einbauort

Der von mir gewählte Einbauort des Filters ist in der rechten Ecke zwischen dem Radgehäuse des rechten Vorderrads und der Wand zum Innenraum. Hier kann man die Befestigungsschrauben des Kraftstofffilters und den „Gewindezapfen“ am Typenschild als Befestigungspunkte nutzen.

Filterhalter

Zu Beginn benötigt man natürlich einen Halter für den Einbau in den Motorraum. Der von der Neffgen GmbH mitgelieferte Halter ist eines Lupo3L nicht würdig. Zudem müsste man zusätzliche Anschraubpunkte schaffen, indem man in die Karosserie bohrt oder Gewindebolzen /-muttern anschweißt. Die abgebildete Abwicklung passt ohne zusätzliche Arbeiten an die Karosserie. Die pdf- Datei mit der Abwicklung (in DIN A3) kann durch anklicken des Bildes herunter geladen werden. Ein Maßstab zur Kontrolle der richtigen Vergrößerung nach dem Ausdruck ist mit auf den Papier abgebildet. Dieser muss 10cm x 10cm groß sein, dann kann diese Abwicklung als Vorlage für den Halter benutzt werden. Ich habe 2mm Stahlblech für den Halter verwendet.

Ein am Halter montierter Gummifuß stützt den Filter, im eingebautem Zustand, am Radkasten des Vorderrads ab. Der Fuß ist verstellbar und wird so eingestellt, dass das Filterpaket im Fahrzeug montiert, leicht unter Spannung steht. Vibrationen und Schwingungen während der Fahrt werden dadurch vermieden.
Zur Befestigung des Filters im Halter habe ich Schrauben der Dimension M8 x 10 verwendet, und die Muttern in die Spannringe eingesetzt. Der Platz zwischen dem Halter mit Schrauben und dem Luftansaugschlauch ist zu eng für die langen mitgelieferten Schrauben, zudem sieht es besser aus.
Wegen Rost sollte es klar sein, das man verzinkte Schrauben, Muttern und Scheiben verwendet. Verwendet man für den Halter Stahlblech, muss dieser gegen Rost geschützt werden. Eine Lackierung aus der Spraydose ist dann unabdingbar. Die Kanten des Blechs sollten zuvor abgerundet werden, so ist die Grundierung und der Lack auch an den Kanten ausreichend dick.

Werkzeug

Bevor man(n) (oder Frau) loslegt, und mit dem Einbau beginnt, sollte alles benötigte Werkzeug vorhanden sein. Es wäre schon ein bisschen blöde, wenn man den gesamten Motorschutz demontiert und das Motoröl abgelassen hat, und dann bemerkt, dass man kein passendes Werkzeug hat, um den Öldruckgeber ab zu schrauben. Man kann dann noch nicht mal mit seinem Lupo das fehlende Equipment besorgen fahren ;-).

Neben dem für Selbermacher „normalem“ Werkzeug wie Maul- Ringschlüssel SW 6, 10, 13, 17, 19 und Schraubendreher benötigt man noch:

Torxschlüssel: Torx 3 für Untermotorschutz
Ratsche mit passenden Nüssen:
SW17 für Verschraubungen am Öldruckgeber
SW24, lang für Öldruckgeber


Die Montage des Filters

Die Montage des Filters gestaltet sich einfach. Die Verschraubungen für Zu- und Ablauf an der Unterseite des Filters werden zuerst fertig montiert, ohne die Schläuche an zu klemmen. Anschließend den Filter in den Halter mittels der mitgelieferten Spannringe und den verzinkten Schrauben M8x10 sowie Unterlegscheiben montieren.

Der mitgelieferte Schlauch wir ca. 1/3 zu 2/3 durchtrennt. Die genauen Längen kann man am besten mit einer Schnur ermitteln, die wie der Schlauch geplant verlegt wird. Diese dient dann als Maß für den Schlauch. Damit die Drahtummantelung nicht so ausfranst, habe ich die Schlauchenden mit Schrumpfschlauch überzogen. Der Schlauch wird montiert. Der Kurze an „ein“, der Lange an „aus“.

Im Motorraum den Halter für den Kraftstofffilter lösen und von den Schrauben heben. Auf den Gewindezapfen an der Wand zum Innenraum habe ich eine Gummischeibe und eine Unterlegscheibe aufgeschoben. Die Gummischeibe soll Vibrationen dämpfen und geometrische Abweichungen zwischen Halter und Bordwand ausgleichen.

Der Halter mit Filter kann nun mit etwas Geschick an Motor und Schläuchen vorbei auf die beiden Gewindebolzen der Kraftstofffilterbefestigung und dem Gewindezapfen an der Bordwand gesteckt werden. Auf das Gewinde der Innenraumwand habe ich eine Karosseriescheibe für M5 gesteckt und eine Mutter M5 aufgeschraubt. Das Gewinde ist nicht passend zur Mutter, aber mit Gefühl gegen die Gummischeibe geschraubt hält diese bei mir einwandfrei. Halt bekommt der Filter sowieso in der Hauptsache über die Befestigung gemeinsam mit dem Kraftstofffilter. Dazu den Kraftstofffilter wieder über die Gewindebolzen setzten und die Muttern wieder aufschrauben. Mit dem Gummifuß am Halter das ganze „System“ leicht unter Spannung bringen. Wenn man leicht mit der Hand auf den Filter schlägt, sollte dieser nicht schwingen.

Die Montage der Schläuche

Aus Platzmangel im Motorraum sollte der Ventilator am Kühler demontiert werden. Es sind nur ein paar wenige Schrauben, die aber das Arbeiten am Öldruckschalter erst ermöglichen.

Ist der Platzmangel beseitigt, wird der Kabel am Öldruckschalter gelöst. Mit einem kleinen Schlitzschraubendreher kann der Stecker entriegelt werden. Der Öldruckgeber selbst wird mit Ratsche und der langen Nuß, SW24, vorsichtig gelöst.

Der Anschluss für den Schlauch wird wie in der Anleitung des Filters beschrieben zusammen gesetzt und mit der Nuss, SW17, festgeschraubt.
Anschließend den von oben kommenden Schlauch aufstecken und mit der Schlauchschelle klemmen.
Nun kommt der Öldruckgeber in die Anschlüsse und übernimmt seine gewohnte Funktion. Kabel aufstecken nicht vergessen!

Der Rücklaufschlauch wird mit dem Adapter an die Ölwanne verschraubt. Der Adapter wird dazu zwischen Ölablaßschraube und Ölwanne geschraubt. Schlauch aufstecken und mit der Schlauchschelle klemmen.
Da der Motor, und somit auch die Ölwanne, in seiner Aufhängung stark vibriert, sich beim Motorstart rüttelt und auch beim Beschleunigen bzw. Abbremsen zur Karosserie hin große Relativbewegungen hat, ist es wichtig, die Schläuche in großzügigen Schleifen, locker befestigt, zum Filter zu führen.
Zum Motoröl sollte man ca. 0,3 Liter Motoröl zufüllen, bzw. die Füllmenge beim Ölwechsel entsprechen erhöhen.

Den gesamten Einbaubericht gibt es zum Download: